Die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann und Kulturwissenschaftler Jan Assmann erhalten den diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

 

Das Ehepaar gründete den Arbeitskreis „Archäologie der literarischen Kommunikation“, in dem beide VertreterInnen verschiedener Disziplinen und Kultur-Fächer in einen Dialog bringen. Sie befassen sich mit dem Konzept des kulturellen Gedächtnisses, das sie als offiziell institutionalisierte, konstruierte Form kollektiven Erinnerns vorstellen und von den rein subjektiven individuellen Erinnerungen abgrenzen. Sie widmen sich außerdem der Erforschung von Literatur in diesem weiten kulturwissenschaftlichen Rahmen.

 

Aleida und Jan Assmann erhielten zahlreiche Auszeichnungen, für ihr gemeinsames Schaffen, unter anderem den Balzan-Preis, den Max-Planck-Forschungspreis: Geschichte und Gedächtnis und den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa. Die Verleihung der Auszeichnung findet zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse statt und wird live im Fernsehen übertragen. Der Friedenspreis wird seit 1950 vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert.