Die Leistungen österreichischer Schüler liegen beim Lesen wieder unter dem OECD-Schnitt Wien – Mathematik, Naturwissenschaften und Lesekompetenz: Diese Schwerpunkte testet die OECD alle drei Jahre bei Schülerinnen und Schülern weltweit. An der Pisa-Studie 2015 nahmen rund 540.000 Schüler im Alter von 15 Jahren teil – stellvertretend für 29 Millionen in den Schulen der 72 teilnehmenden Länder und Volkswirtschaften. Diesmal lag der Fokus auf den Naturwissenschaften. Zwar liegen die österreichischen Schülerinnen und Schüler in den Naturwissenschaften im OECD-Schnitt, die Ergebnisse zeigen allerdings eine "Tendenz nach unten", heißt es von der OECD. In Mathematik liegen sie sogar über dem Durchschnitt, die Lesekompetenz lässt hingegen zu wünschen übrig: Hier liegen die Ergebnisse unter dem Durchschnitt. - derstandard.at/2000048835768/Pisa-Oesterreichs-Schueler-fallen-bei-Naturwissenschaften-leicht-zuruecÖsterreich hat bei der neuen PISA-Studie etwas schlechter als bei der letzten Erhebung 2012 abgeschnitten und liegt insgesamt weiter im Mittelfeld der OECD-Staaten. Dominiert werden die Ranglisten in den Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik von den fernöstlichen Staaten bzw. Regionen wie Singapur, Hongkong und Japan, zeigt die kürzlich veröffentlichte Erhebung.

 

Die PISA-Studie wurde Ende der 1990er-Jahre von der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) ins Leben gerufen, um Daten zur Qualität und Effektivität der verschiedenen Schulsysteme in den Mitgliedsstaaten zu erhalten. Mittlerweile ist PISA in Österreich zu einem festen Bestandteil der qualitätssichernden Maßnahmen im Bildungsbereich und einer faktenbasierten Bildungspolitik geworden. Weltweit nehmen über 70 Länder, darunter alle 35 OECD-Staaten, an der Studie teil, die gemeinsam fast 90 % der Weltwirtschaft abdecken.

 

kMathematik, Naturwissenschaften und Lesekompetenz: Diese Schwerpunkte testet die OECD alle drei Jahre bei Schülerinnen und Schülern weltweit. An der Pisa-Studie 2015 nahmen rund 540.000 Schüler im Alter von 15 Jahren teil – stellvertretend für 29 Millionen in den Schulen der 72 teilnehmenden Länder und Volkswirtschaften. Diesmal lag der Fokus auf den Naturwissenschaften. Die Leistungen österreichischer SchülerInnen liegen beim Lesen wieder unter dem OECD-Schnitt.

 

Pisa-Chef Andreas Schleicher sagt, dass das österreichische Bildungssystem noch immer geprägt ist von mangelnder Chancengerechtigkeit. Fast jeder dritte getestete Schüler in Österreich gehört in zumindest einem Testgebiet zur Gruppe der Risikoschüler, die „gravierende Mängel“ aufweisen. 13 Prozent sind sogar in allen drei Gebieten in dieser Gruppe zu finden. Insgesamt liegt Österreich mit diesem Wert exakt im OECD-Schnitt. Zum Vergleich: In den Nachbarländern Slowenien (23 Prozent), Deutschland (24 Prozent) und der Schweiz (26 Prozent) ist der Anteil der Risikoschüler in zumindest einem Fach deutlich kleiner. In Finnland beträgt er sogar nur 18 Prozent. Ein vergleichbares Bild zeigt sich in der Gruppe der in allen Testgebieten schwachen Schüler: Den 13 Prozent in Österreich stehen etwa nur acht Prozent in Slowenien und sechs Prozent in Finnland gegenüber.

 

Am deutlichsten zeigt sich die fernöstliche Dominanz in der Mathematik: Hier wird die Rangliste von Singapur (564) angeführt, gefolgt von Hongkong (548), Macao (544) und Taiwan (542). Bestes europäisches Land ist die Schweiz (521) vor Estland (520), den Niederlanden (512) sowie Finnland und Dänemark (je 511). Österreich kam mit 497 Punkten insgesamt auf Platz 20, in der OECD auf Platz 15 und in Europa auf Platz 12 und liegt damit signifikant über dem OECD-Schnitt (490).

 

PISA findet alle drei Jahre mit wechselnden Schwerpunkten statt. Mit PISA 2018 beginnt der insgesamt dritte Erhebungszyklus. Dabei wird Lesen 2018 (nach 2000 und 2009) zum dritten Mal schwerpunktmäßig erfasst, 2021 folgt Mathematik und 2024 Naturwissenschaft.